“Die Erde drückt ihr Lachen durch Blüten aus.”
Ralph Waldo Emerson (1803 – 1882)
Die Blüten vieler Wildblumen sind Heilpflanzen in ihrer schönsten Form. Nachfolgend werden einige der frühen essbaren Blüten aufgezeigt, die jeden Salat verschönern und als essbare Dekoration verwendet werden können:
FRÜHBLÜHER im MÄRZ
Pünktlich zum Frühlingsanfang sind sie wieder da: die ersten Blüten. Gänseblümchen, Vogelmiere und Huflattich gehören mit zu den Frühblühern, die bereits im März ihre zarten Blütenköpfe zeigen und ihre Schönheit entfalten. Mit den bunten Farben und ihrer zarten Anmut verzaubern sie nicht nur unsere Sinne, sondern auch unsere Herzen, denn die lieblichen Geschöpfe wirken stets äußerst positiv auf unser Gemüt. Zudem verfügen sie über sanfte Heilkräfte und gehören somit zu den wundersamsten Geschenken, mit denen uns Mutter Erde segnet.
Huflattich
Die Huflattichblüte wird oft mit der Löwenzahnblume verwechselt. Beim genauen Hinsehen erkennt man jedoch große Unterschiede. Die Huflattichblüte ist kleiner und der Stengel ist etwas “geschuppt”. Den Namen hat die Pflanze von seinen hufeisenförmigen Blättern, die erst nach der Blütezeit erscheinen. Die Blüten und der Stengel schmecken angenehm mild.
Gänseblümchen
Die Kraft dieser wundersamen fast unscheinbaren Blüten wird vielerorts verkannt. Gänseblümchen verfügen über eine besondere Heilkraft und Stärke, die im Trost und der Linderung von Schmerzen und Wunden auf physischer und psychischer Ebene liegt. Sie geben ein Gefühl von Geborgenheit.
Weiterhin hilft Gänseblümchen speziell bei Menstruationsbeschwerden, da sie krampf- und schmerzstillend wirkt und zudem blutreinigend und blutstillend ist. Sie kann bei Blasen- und Nierensteinen, Darmentzündung, Verstopfung, Hautkranheiten und Wunden, Muskelschmerzen, Gicht und Rheuma, aber auch bei Husten und Erkältungskrankheiten eingesetzt werden.
Vogelmiere
Die kleinen Sternblüten der Vogelmiere sowie ihr gesamtes Blatt- und Stengelwerk sind äußerst schmackhaft und können, ähnlich wie Feldsalat, hervorragend als mildes grünes Blattgemüse für Salate und Suppen verwendet werden. Als Heilpflanze hilft sie bei Frühjahrsmüdigkeit, Stoffwechselerkrankungen wie Gicht und Rheuma, Hautproblemen, Ekzemen, Schuppenflechten u.v.m.
WÜRZIG-SÜSSE BLÜTEN im APRIL
Nachdem uns im März die ersten Blüten mit ihrem zarten Geschmack begrüßt haben, folgen im April die kräftigeren Varianten, die mit ihrem teils scharfen oder bitteren Geschmack die Entgiftung von Körper, Geist uns Seele ankurbeln.
Wiesenschaumkraut
Die Blütezeit des Wiesenschaumkrauts ist von April bis Juli. Die Blüten schmecken scharf-würzig – ähnlich wie Brunnenkresse.
Knoblauchsrauke
Die Knoblauchsrauke schmeckt, wie der Name schon sagt, nach Knoblauch. Blätter und Blüten eignen sich zur Verarbeitung als Pesto. Die Blütezeit ist von April bis Juli.
Löwenzahn
Die Blüte des Löwenzahns ist wohl eine der bekanntesten Blumen überhaupt. Jedes Kind lernt die Pflanze bereits als Pusteblume kennen. Die Blätter zählen mit zu den bittersten Wildkräutern überhaupt. Aufgrund der vielen Bitterstoffe verfügt die Pflanze über eine reinigende und entschlackende Wirkung und unterstützt die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion.
Goldnessel
Die gelbe Goldnessel gehört zu Gattung der Taubnessel. Die dekorative Pflanze blüht von April bis Juni und eignet sich als Wildgemüse. Die Blätter schmecken würzig, die Blüten hingegen haben einen süßen Geschmack. Kinder lieben es, die Süße aus dem Trichter der Blüten zu saugen.
Vergissmeinnicht
Das Vergissmeinnicht findet als Heilpflanze wenig Erwähnung, da ihr viele andere Pflanze in der Wirkung überlegen sind. Die eigentliche Aufgabe dieses Raublattgewächses drückt sich vielmehr in seinem Namen aus. Es steht stellvertretend für alle Blüten, die jedes Jahr mit unzähligen Farben, Düften und einer einzigartigen Schönheit dazu aufrufen, die Wunder der Pflanzenwelt niemals in Vergessenheit geraten zu lassen. In der Blumensprache steht das Vergissmeinnicht mit seinen verträumt blickenden Blüten für die Treue in der Liebe und die ewige Erinnerung. Solang das Vergissmeinnicht in unseren Gärten wächst, ist die Mutter Erde und das Wissen um deren Heilkraft nicht verloren. Kulinarisch verfügen die kleinen Blüten nur über einen sehr leichten Eigengeschmack, von daher eignen sie sich sowohl als dezente Salat- oder Tischdekoration.
Stiefmütterchen
In vielen Märchen und Mythen wird das Wort Stiefmutter meist negativ besetzt. Ganz zu unrecht, wie das kleine wundersame Stiefmütterchen als eine der lieblichsten und mildesten Pflanze beweist. Mit all ihren Farben von hellgelb bis dunkellila verzaubert sie schon früh im Jahr das Auge des Betrachters. Die zart aussehende Pflanze verfügt über eine starke Lebenskraft. Sie ist mehrjährig und überwintert sogar in Blumenkästen. Wie eine gute Mutter sorgt sie fleißig für Nachwuchs, indem sie sich selbst von Frühjahr bis Herbst immer wieder selbst aussät.
Die Blüten eignen sich hervorragend als zur Dekoration oder als bunte Beigabe in Salat, Suppen und Tellergerichten. Werden die Blütenblätter einzeln geerntet, dann bilden sich Samen in der Samenkapsel aus. Der wilden Form, die sehr viel seltener anzutreffen als die gezüchteten Schwestern, wird zudem eine Heilwirkung nachgesagt. Im Mittelalter wurde sie aufgrund ihrer milden Eigenschaften vielfach bei Kinderkrankheiten eingesetzt. Sie wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und blutreinigend.
BLÜTEN im Mai
Der Wonnemonat Mai verwöhnt die Naturliebhaber mit leuchtenden und schmackhaften Blüten:
Platterbse
Die Blätter und Blüten der Platterbse eignen sich hervorragend als Grundlage im Salat. Der milde Geschmack erinnert an Erbsenschoten.
Brunnenkresse
Die Blüten der Brunnenkresse schmecken scharf-würzig. Getrocknet bieten sie sich als Würzaroma an.
Gundermannblüten
Einen herbsüßen Geschmack bringen die Gundermannblüten mit sich, die dezent im Salat oder als Dekoration verwendet werden können.
BLÜTEN im Juni
Im Juni regnet es Blüten…
Johanniskraut
Das sonnige Gemüt der Johanniskrautblüte hebt die Stimmung. Die gelben Blüten verschönern jeden Salat oder können einfach zum Smoothie hinzugefügt werden. Weitere Infos unter: Johanniskraut
Wildrose
Die Blütenblätter sind ganz zart und leicht süß im Geschmack. Die herzförmigen Blätter der Wildrose verraten durch ihre Form, dass sie gut für’s Herz sind. Auf ganz besondere Art verschönert sie durch Form und Farbe jeden Salat. Ich verwende nur die zarten Blätter. Die Knospe gebe ich wieder in die Natur.
Ehrenpreis
Aufgrund seines leicht bitteren Geschmacks eignet sich der Ehrenpreis gut als Gewürz. Die zarten kleine Blüten sind eine wunderbare essbare Dekoration.
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BUCH-TIPPS
Nachstehend folgen einige Buch-Tipps, von denen ich im Bereich der Blüten ganz besonders das Buch “Die Blütenapotheke” empfehlen möchte. Die Autorin vermittelt nicht nur ein umfangreiches Wissen zu essbaren Blumen, sie behandelt das Thema auch von der spirituellen Seite und weckt das Bewusstsein des Lesers für “Essbare Landschaften” – sprich für die kostenlose Vielfalt unserer heimischen Wildkräuter. Zudem ruft sie auf zum “Guerilla-Gardening” – der Aussaat von Pflanzen – um die Vielfalt unserer Wiesen, Felder und Wälder wieder zu bereichern.
Die Blütenapotheke
Über die Heilkraft von Lavendel, Veilchen, Rose und anderen essbaren Blüten
Die Erde lacht Blüten! Mit diesem Buch wird eine kaum bekannte Dimension alten Heilwissens wiederentdeckt. Was die wenigsten wissen: Lavendel, Veilchen, Rosen sehen nicht nur hübsch aus und duften betörend, man kann sie auch essen! Blüten verschönern unsere Smoothies und geben jedem Salat eine besondere Note. Neben Borretsch, Löwenzahn, Rotklee, Holunder werden Jasmin, Rosengeranien und Lavendel ebenso beschrieben wie Dill, Kapuzinerkresse, Ringelblume, Katzenminze, Majoran und Kamille.
UVP: € 12,99 – 317 Seiten – versandkostenfrei in Europa bei Kopp
Infos & Bestellung unter: Die Blütenapotheke
Rohköstliches – Wildkräuter & Rezepte
Kräuterführer der swr-Pflanzenxpertin Dr. Christine Volm
Wildpflanzen finden, kennenlernen und rohköstlich genießen – wild, roh und vegan. Ernte-Tipps und Gourmet-Rezepte für das ganze Jahr. Über 40 Pflanzen im Porträt mit raffinierten Rezepten. Die Ernährungsberaterin Dr. Christine Volm stellt über 40 ihrer favorisierten Wildpflanzen und deren speziellen gesundheitlichen Nutzen vor. Sie zeigt, wo sie zu finden sind, welche Merkmale die Pflanze unverwechselbar machen und wie sie vegan und rohköstlich verwendet werden können. Zudem wird genau erklärt, wie man die wertvollen Nahrungsmittel auf nachhaltige Weise erntet und dosiert.
Wie sich Wildkräuter in den Ernährungs-Alltag integrieren, erläutert SWR-Wildkräuterexpertin Dr. Christine Volm mit fantasievollen, neuartigen Rezepten, die ganz einfach für Genuss, Abwechslung und Fitness sorgen. Neben vielerlei Rezepten wird auch umfangreiches Wissen zu den Wildies vermittelt.
Infos & Bestellung unter: Rohköstliche Wildies
Wildkräuter – Lebensretter aus der Natur
Stärken das Immunsystem – Beugen vor gegen Krebs
Der Autor Ralf Brosius, geb. 1952, war krebskrank und wurde zum Experten für Wildpflanzen, die seine Heilung unterstützten. Heimische Kräuter haben enorme Vitalität, besitzen Heilkraft und schmecken richtig gut. Sie wecken alle Sinne, bringen das Immunsystem auf Hochtouren, halten Körper und Geist jung und fit. Ob Spitzwegerich, Brennnessel oder Löwenzahn: Kombiniert mit anderen natürlichen Lebensmitteln wie Gemüse und Obst sind sie das Dreamteam für gesunde Ernährung, die Ihnen Spaß machen wird. In diesem Buch werden leckere Rezepten für Smoothies, Salate, Desserts und mehr vorgestellt – einfach und schnell zubereitet.
Weitere Infos unter: Wildkräuter als Lebensretter
Essbare Wildpflanzen
200 Arten bestimmen und verwenden
Autor: Steffen Guido Fleischhauer u.a.
Das Sammeln und Genießen essbarer Wildpflanzen ist ein Naturerlebnis, das heute immer mehr Menschen begeistert.Wildpflanzen sind reich an Vitalstoffen und bieten eine Fülle besonderer Aromen, sie sind leicht zu finden und für jeden verfügbar.
Der Pflanzenführer für Wildkräuterwanderungen, Roh-Potluck-Picknicks und Spaziergänge in der Natur.
Die Wildkräuter sind nach Blattformen sortiert und somit leicht erkennbar.
Weitere Infos unter: Essbare Wildpflanzen
6er-DVD-Set: “Ernährung mit Wildkräutern”
Vortrags-Paket führender Rohkost- und Kräuterexperten
Dieses DVD-Paket besteht aus sechs Video-Vorträgen, die von führenden Rohkost-Experten zum Thema “Wildkräuter & Ernährung” gehalten wurden. Die Vortragsreihe ist wie folgt: Piter Caizer: Chlorophyll – Heilkraft der Natur – Elisabeth Westphal: Speisekammer Wald und Wiese – Melanie Maria Holzheimer: Rohkost leicht gemacht mit grünen Smoothies – Victoria Boutenko: Gesundheit mit Rohkost – Jörg Zimmermann: Malve und Co. – Essbare Wildkräuter und Blüten – Norbert Wilms: Gesund zu sein bedarf es wenig, wer roh isst, ist ein König!
DVD-Bestellung unter: www.DVD-Wissen.com
VERWANDTE SEITEN:
Wilde Kräuter – wahre Schätze von Mutter Erde
Johanniskraut – das sonnige Gemüt
Natürliche Antibiotika – Heilung aus der Pflanzenwelt
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