San Francisco

Nachfolgend sind einige Impressionen von einer USA-Rohkost-Rundreise 2009 aufgeführt. Fotos und Texte stammen z.T. aus dem Reiseführer: Raw Food – gesund durch Kalifornien

Das Goldene Tor

Heute hab‘ ich sie gesehen… die Golden Gate Bridge! Vor mehr als 10 Jahren war ich schon mal hier. Ich hatte vergessen, wie wunderschön die Stadt ist. Ich hatte vergessen, welche magische Anziehungskraft von ihr ausgegeht. Ich hatte vergessen, dass man sich dem nicht entziehen kann…

…und so weiß ich jetzt schon, dass ich hier länger bleibe als geplant.

Es gibt einen wunderbaren Weg, den Coastal Trail, entlang der Küste. Vom Ocean Beach am Pacific angefangen, erschließt sich ein traumhafter Blick nach dem anderen auf die Golden Gate. Vom weiten Meer kommen große Containerschiffe gefahren. Sobald sie die Brücke unterqueren, geht eine absolute Faszination von dem Geschehen aus. Es ist ein Tor, ein Tor in eine andere Welt.

Wildkräuter im Golden Gate Park

Wildkräuter im Golden Gate Park

Die Stadt ist eingebettet in eine hügelige Landschaft. Es ist wohl die Kombination aus Mountain und Meer, welche den Reiz der Stadt ausmacht. Die konsequent schachbrettartig gezogenen Straßen befinden sich in einem ewigen auf und ab.

SF_Schachbrett

Heute besuche ist das erste Rawfood-Restaurant, das QueSeRawSeRaw (www.queserawseraw.com) in Burlingame, ein wunderhübscher sehr gepflegter Vorort im Süden der Stadt. Das kleine Restaurant sieht tatsächlich exakt so aus wie im Internet… idyllisch gelegen in einer kleinen baumbesäumten historischen Künstlerstraße.

QueSeRaw in Burlingame südlich von san Francisco

QueSeRaw in Burlingame südlich von San Francisco

Die Gerichte sehen alle so lecker aus, dass ich mich gar nicht entscheiden kann: Walnusspizza mit Pesto, Gemüselasagne, Blaubeerkuchen, Chocolate-Cheescake und ein Salat mit spicy-lemon-dressing sollte es auch noch sein. Plötzlich habe ich für über 30 $ geordert. Egal… bei solchen Leckereien kann ich mich einfach nicht zurückhalten. Der absolute Knaller ist der Chocolate-Cheesecake auf gehacktem Mandel-Nussboden, welches mit Abstand der beste Schokokuchen ist, den ich je gegessen habe. Weich, süß und schokoladig zerschmilzt er im Mund. Er wird fast noch besser, als er durch die Sonne zu einer softigen Masse wird. Dann schmeckt er wie eine herrliche Schokoladen-Mandelsplitter-Soße. Nach solch einem schokoladigen Genuss habe ich immer ein ganz wohlig-harmonisches Gefühl der Ausgewogenheit in mir. Wir lieben Schokolade! Und wenn sie roh ist, entfaltet sie ihre volle Wirkung!

Aber auch diese Walnuss-Pizza mit Pesto ist ein Traum. Und alles sättigt sehr stark, so dass ich fast 2 Tage an meinen 5 Gerichten essen kann.

Gleich neben dem SeRaw gibt es einen Organic-Juice-Shop. Hier probiere ich zum ersten Mal Weizengrassaft, welcher überraschend süß schmeckt. Auf der anderen Seite der Straße gibt es dann den passenden Food-Store, welcher ähnlich aufgebaut ist, wie unsere Bioläden. Erfreulicherweise gibt es hier auch jede Menge Rohkost-Snacks wie Schokomandeln, Chili-Nuts, Müsliriegel, Schokolade, Nibs, Cashews und sogar rohen Kombucha-Tee. Ich kann mich kaum zurückhalte. So eine Fülle im Übermaß. Alles bio, roh, vegan. Was für ein Traum. So ein Angebot hätte ich auch zu gerne auch in den deutschen Bioläden. Uns somit decke ich mich erstmal mit all den Leckereinen für die nächsten Wochen ein.

Ansonsten verlief der Tag entspannt. Er begann mit einem früh-morgendlichen Strandspaziergang im blumigen Naturschutzpark von Pacifica. Anschl. erhielt ich tolle Tipps und viele Maps im Infomation Center Pacifica. Dort arbeitet ein älterer Herr, der mich ausführlich berät. Am Ende wünscht er mir eine schöne Weiterreise und ich solle nicht „lost“ gehen. Die meisten Menschen sind immer sehr besorgt und auch sehr bemüht, wenn sie alleinreisende Frauen treffen. Danach fahre ich noch mal zur Autovermietung, da ich am Morgen festgestellt habe, dass das Auto hinten von innen z.T. sehr schlecht gereinigt war. Das war mir am Tag zuvor gar nicht so aufgefallen, bzw. habe ich es wohl vor lauter Aufregung verdrängt. Aber nun reklamiere ich es und bekomme ein „upgrade“ mit allen Extras. Fahre nun mit einem niegelnagelneuem (345 Meilen) Kia Forte durch die Gegend inkl. Tempomat, Cruise Controll, USB- und ipod-Anschluss.

Den Nachmittag verbringe ich am Ocean Beach, ein herrlich breiter Stadtstrand von San Francisco. Hier herrscht die typische Amy-Athmosphäre a la Bay Watch. Viele gutaussehende Surfer, Beach Controll mit ihren großen Landrovern, Grillplätze mit allem Schickimicki und dennoch genug Platz für die 5Rhythmen… barfuss tanzen im warmen weichen Sand nach chilligen Klängen.

Jetzt bin ich angekommen. Das wunderbare Land hat mich um seinen kleinen Finger gewickelt. Ich genieße das Meer, die wärmenden Sonnenstrahlen, die herrlichen Ausblicke bei strahlend blauem Himmel, die leckeren Rohkost-Gerichte und Knappereien der Natural Raw Stores, die freundlichen hilfsbereiten Menschen und natürlich die Sonnenuntergänge über dem Pazifik… Hier könnte ich ewig verweilen.

Downtown…

Leider (nein, ich sollte lieber „Zum Glück“ schreiben, wie sich später herausstellte…) ist am Morgen meine Hotel-Reservierung in Pacifica geplatzt. Alternativ habe ich mir dann direkt in der City von San Francisco ein Motel gesucht, welches recht zentral in der Lombard Street lag. Von dort aus sind die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar. Und so ging’s für mich 5 Stunden kreuz und quer durch die Stadt. Ich ließ mich einfach treiben und genoß es, die bunte Welt von San Francisco an mir vorbei ziehen zu sehen… die alte Cable Car, sprich Kabelstraßenbahn aus dem 19. Jahrhundert, auf der die Touristen jederzeit auf und anspringen konnten…

SF-CableCar

die Fisherman’s Wharf, an deren Pier 39 sich wilde Seelöwen dick und fett direkt auf den Anlegern sonnten…

SF-Fishermansdie schwindelerregenden steilen Straßen, auf denen die Autos bei 90° Gefälle parkten oder die Lombard Street, die von den Touristen nur zum Spaß einmal abgefahren wird…

Lombard

und Chinatown (mit ca. 80.000 Einwohnern der Größte der Vereinigten Staaten) im dichten Gedränge vieler Geschäfte und typischer Restaurants.

Nach der netten Sightseeingtour ging’s dann zum Dinner in das Raw-Food-Restaurant „Alive“ (www.aliveveggie.com). Als Vorspeise gab’s eine super leckere Carot-Ginger-Soup und Sonnenblumentoast mit Cashew-Creme, Avocado und Tomaten, als Hauptspeise Zucchini-Pasta an Tomatensoße mit veganen Fleischbällchen und zum Nachtisch einen dicken fetten Schokobrownie mit frischen Bio-Erdbeeren an veganer cashew-cream und Schoko-/Erdbeersoße. Alles war absolut „delicous“ und hätte gekocht nicht besser sein können 😉

Im Restaurant lernte ich Linda kennen, eine Airline-Pilotin aus New Yersey. Sie ist seit November letzten Jahres ebenfalls total rohkostbegeistert. Das witzige: Linda besucht auch das Raw-Spirit-Festival in Arizona. Wir haben Tel.-Nr. ausgetauscht und werden uns dort wiedersehen.

Nach dem Essen sind wir dann gemeinsam in den Whole-Food-Market gegangen, eine Art Bio-Markt-Kette, die eine eigene Raw-Food-Abteilung hat. Wir waren drauf und dran die halbe Abteilung zu plündern…

  • Gone Nuts! Knackige Mandeln & Rosinen mit Schokoüberzug: gekeimte Mandeln und Rosinen; Rapadura, Kakao, Blue Agave, Olivenöl, Vanille und Himalaya Salz
  • Gone Nuts! Chillige feurige Pistazien als Ersatz für salzige Knabbereien
  • Gone Nuts! Pfeffrige Limonen-Pistazien
  • gewürzte Sonnenblumen- und Mandelkerne
  • Italien / Creek / Herbal Garden – Knäckebrot
  • Schoko-Weizen-Crunchies & Rosinen-Zimt-Chrunchies
  • Müsli-Riegel aus Ingwer-Lemon, Apfel-Zimt, Cacao, Cashew-Agave oder Algen-Spirulina
  • Schoko-Brownie (GoFudgeBrownie http://www.gohunza.com) aus Mandeln, Kakao, Cashews, Agave, Vanille und Himalaya Salz
  • Indische Chai-Kekse mit Kokos, Mandeln, Cashew und Honig (Chai-Essenz ist eine Gewürzmischung aus Ingwer, KArdamom, Zimt, Nelke, Muskat und Pfeffer)
  • Live Chia Seed Cracker (my favorite from ChocolaTree: http://www.blisscafe.wordpress.com/store); Kürbiskerne, Sesam, Chia-Kerne, Sonnenblumenkerne, Dulse, Knoblauch, roher Honig, Jalapeno, Zwiebeln
  • Raw Chia Seeds (super als „warmer“ Teeaufguss und als Zugabe für stilles Wasser) andere Superfoods auf navitasnaturals (www.navitasnaturals.com)
  • Kale Chips (Erfinder der Grünkohl-Chips mit Cashew-Käse): http://www.blessingsaliveandradiantfoods.com

Cheesy Kale Chips
2 bunches dinosaur kale
2 cups raw cashews, soaked for 2-4 hours
4 cups chopped red pepper
2 tablespoons nutritional yeast
1-2 lemons, juiced
Sea salt (to taste)

Außerdem gibt es dort ein sagenhaftes Obst- und Gemüseangebot. Das Highlight sind die frischen Kokosnüsse randgefällt mit Kokosmilch, welche man quasi trinkfertig kaufen kann.

Nach dem ausgiebigen Raw-Food-Shopping stand noch ein wenig „Night-Sightseeing by car“ auf dem Plan. Wie so oft im September lag auch an diesem Abend Nebel über den Hafen, so dass die Skyline der Stadt in den Wolken verschwunden war…

Golden Gate Park

Am nächsten Morgen lag der Nebel immer noch über der Stadt, so dass ich beschloss, nicht mehr über die Golden Gate Brücke in den Norden zu fahren. Stattdessen fuhr ich mit dem Auto durch den riesigen Golden Gate Park. Man konnte dort kleine Walkingtrails zu Wasserfällen und einem chinesischen Tower unternehmen.

Anschließend gings zum Mittagessen ins Judahlicious (www.judahlicious.com) ein hippiges Raw Food Restaurant ganz in der Nähe des Parks. Das Weizengras war um einiges herber als im QueSeRaw, aber die Zucchini-Bandnudeln an Pestosoße waren der absolute Hit. Sie schmeckten und dufteten wie Originalpasta vom Italiener.

***

Weitere Infos zum Raw Spirit Festival sowie zu den Rohkost-Restaurants des Südwestens gibt es im Reiseführer: Raw Food – gesund durch Kalifornien:

Raw Food – gesund durch Kalifornien

Wie man sich auf einer Rundreise durch die Staaten verjüngt

Die Zeiten des schnellen Fast Foods sind vorbei. Längst macht sich in den Staaten ein neuer Trend breit. Raw Food oder Living Food – so nennt sich die neuzeitliche Ernährungsrichtung. Diese ist nicht nur gesund, sie wartet auch mit exquisiten Gourmet-Creationen auf. Da wundert es nicht, dass „The Raw Culinary Arts“ bereits von vielen Hollywood-Stars wie Pierce Brosnan oder Demi Moore entdeckt wurde. Los Angeles entwickelt sich zur Raw-Food-Hochburg. Weite Teile Kaliforniens ziehen nach und so sprießen Raw Food Restaurants im ganzen Staate wie Pilze aus dem Boden. Vielerorts sind sie echte Geheimtipps, die in diesem Reisebericht mit kompletten Kontakt- sowie Adressdaten verraten werden.

Leseprobe & Bestellung unter: Gesund durch Kalifornien

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